Sehnen beim Pferd stärken: Training, Boden & Fütterung

Sehnen beim Pferd stärken: Training, Boden & Fütterung

Die unangenehmste Wahrheit über Sehnen zuerst: Wenn sie einmal verletzt sind, dauert die Heilung sechs bis zwölf Monate – manchmal länger. Deshalb ist alles, was du vorher tust, ungleich wertvoller als jede Behandlung danach. Die gute Nachricht: Drei der wichtigsten Stellschrauben hast du selbst in der Hand – Training, Boden und Fütterung. Genau darum geht es hier.

Wir – Katja und Andrés – haben in über 20 Jahren am Stall beides erlebt: die monatelange Schritt-Reha und das Pferd, das bis ins hohe Alter klar und belastbar läuft. Der Unterschied liegt selten im Zufall. Er liegt in der Vorsorge.

Wie Sehnen funktionieren – und warum sie so empfindlich sind

Stell dir eine Sehne wie ein kräftiges, elastisches Seil aus wellenförmig angeordneten Kollagenfasern vor. Diese Wellenstruktur erlaubt es ihr, sich unter Belastung zu dehnen und danach wie ein Gummiband zurückzufedern. Sehnen verbinden Muskel und Knochen, Bänder verbinden Knochen mit Knochen und stabilisieren die Gelenke.

Die entscheidende Schwachstelle: Sehnengewebe ist von Natur aus schlecht durchblutet und stoffwechselarm. Es repariert sich extrem langsam. Solange aber alles intakt ist, kannst du seine Belastbarkeit aktiv mitgestalten – über die Reize, die du setzt, und über das Material, das du lieferst. Eine Sehne, die ausgewogen gefordert und gut versorgt wird, verträgt mehr als eine, die mal unter- und mal schlagartig überlastet wird.

Stellschraube 1: Training und Aufwärmen

Der häufigste vermeidbare Fehler steht ganz am Anfang jeder Einheit: zu kurzes Aufwärmen. Sehnen und Gelenkschmiere brauchen mindestens 15–20 Minuten zügigen Schritt, um auf Betriebstemperatur zu kommen und ihre volle Elastizität zu entfalten. Eine kalte Sehne ist eine verletzungsanfällige Sehne – wer direkt in den Trab oder Galopp startet, arbeitet gegen das eigene Pferd.

Genauso wichtig ist der Trainingsaufbau über die Zeit. Kondition baut sich in Wochen auf, Sehnen brauchen Monate. Steigere Intensität schrittweise, plane Pausen ein und vermeide zwei harte Tage hintereinander. Sehnen passen sich an Belastung an – aber nur, wenn zwischen den Reizen genug Zeit zur Anpassung bleibt.

Stellschraube 2: Boden und Hufe

Der Untergrund ist der meistunterschätzte Risikofaktor. Tiefer, schwerer oder unebener Boden zwingt die Sehnen zu unkontrollierten Ausgleichsbewegungen. Wenn du keinen Einfluss auf den Reitplatz hast, gilt die einfache Regel: Passe die Trainingsintensität an die Bedingungen an, nicht umgekehrt.

Dazu kommt die Hufstellung. Unterschobene Trachten oder zu lange Zehen verschieben die Zugachse der Beugesehnen und erhöhen die Dauerbelastung erheblich – oft ohne dass man es dem Pferd zunächst ansieht. Regelmäßige Hufbearbeitung alle sechs bis acht Wochen ist deshalb keine Kosmetik, sondern aktiver Sehnenschutz.

Stellschraube 3: Die Fütterung von innen

Training und Boden bestimmen die Belastung – die Fütterung bestimmt, ob der Körper das Baumaterial für laufende Reparatur und Anpassung hat. Denn auch eine gesunde Sehne ist eine Dauerbaustelle: Mikroschäden aus dem Alltag müssen permanent ausgebessert werden. Fehlen die Bausteine, sammeln sich diese Mikroschäden an.

Vier Nährstoffe spielen dabei zusammen, jeder mit eigener Aufgabe:

  • Kollagen ist der direkte Baustoff der Sehnenfasern und sorgt für Reißfestigkeit und Elastizität.
  • MSM (organischer Schwefel) vernetzt die Kollagenfasern stabil – ohne ausreichend Schwefel verliert das Bindegewebe an Festigkeit.
  • Glucosamin unterstützt Knorpel und die umgebende Matrix.
  • Hyaluronsäure hält die Strukturen geschmeidig und ist Hauptbestandteil der Gelenkschmiere.

Der Schlüssel liegt in der Kombination, nicht in der extremen Einzeldosis: Die Stoffe greifen an unterschiedlichen Stellen desselben Systems an und verstärken sich gegenseitig. Was die Studienlage zu diesen Wirkstoffen hergibt – und wo ihre Grenzen liegen – ordnen wir in unserem Überblick zu Gelenkfutter beim Pferd ein.

Ein Punkt, der Vorsorge oft sabotiert: fehlende Transparenz. Die EU-Futtermittelverordnung erlaubt grobe Mengenangaben statt exakter Milligramm. Bei einem Präventionsfutter, das du über Monate gibst, solltest du aber genau wissen, was dein Pferd täglich aufnimmt – sonst zahlst du womöglich vor allem für Füllstoffe.

Warum Vorsorge am Futtertrog so oft scheitert

Die beste Theorie nützt nichts, wenn das Pferd nicht mitspielt. Und genau hier kippt Prävention im Alltag: Du mischst ein hochwertiges Pulver unters Futter, dein Pferd rümpft die Nase – besonders MSM schmeckt streng – und sortiert es zielsicher aus. Beim akut verletzten Pferd ist der Leidensdruck hoch genug, dass man trickst und mischt. Bei der reinen Vorsorge dagegen lässt die Konsequenz schnell nach: Was täglich Mühe macht und im Trog liegen bleibt, fällt im stressigen Stallalltag als Erstes weg. Vorsorge funktioniert nur, wenn sie mühelos ist.

Deshalb haben wir nuvallo move als Snack entwickelt, den du einfach aus der Hand fütterst. Für ein 500-kg-Pferd liefern 6 Snacks (ca. 30 g) täglich transparent 1.500 mg Glucosamin, 2.550 mg Kollagen, 2.250 mg MSM und 150 mg Hyaluronsäure – leichtere Pferde bekommen 4–5, schwerere 7–8, Ponys 3–4. Kein Abwiegen, kein Staub, und dein Pferd erlebt die Versorgung als Belohnung statt als Medizin. Die getreidefreie Basis aus Leinkuchen und Reiskleie ist magenfreundlich, die Snacks sind ADMR-konform und ohne Karenzzeit turniertauglich. Falls dein Pferd sie wider Erwarten nicht mag, gibt es mit der 30-Tage-Zufriedenheitsgarantie das Geld zurück.

Wer Sehnen stärken will, fängt also nicht beim teuersten Wirkstoff an, sondern bei dem, was jeden Tag verlässlich funktioniert: gut aufwärmen, den Boden im Blick behalten, regelmäßig zum Schmied – und von innen genau das liefern, was das Gewebe für seine tägliche Arbeit braucht.

nuvallo move

Der Gelenk-Snack, den Pferde lieben.