Fesselträger beim Pferd: meine Erfahrung mit Lennys schleichender Lahmheit hinten
Wenn ich heute mit anderen Reiterinnen über das Thema Fesselträger beim Pferd spreche, merke ich, wie unsicher viele sind – genauso, wie ich es lange war. Über anderthalb Jahre habe ich Erfahrungen mit einem Fesselträgerschaden gesammelt, die ich mir vorher nicht hätte vorstellen können: erst die diffuse Ahnung, dass etwas nicht stimmt, dann die lange Suche nach einer Diagnose und schließlich der lange Weg zurück in die Arbeit. Lenny, mein heute vierzehnjähriger Wallach, hat mir dabei einiges an Geduld abverlangt. Diesen Bericht schreibe ich für alle, die gerade an dem Punkt stehen, an dem ich damals war.
Wie alles anfing: Lenny schwang hinten plötzlich nicht mehr durch
Es gab keinen dramatischen Moment, keine Verletzung auf der Weide, kein Stolpern im Gelände. Das Tückische war gerade, dass sich alles ganz langsam einschlich. Im Frühjahr fiel mir zuerst in der Dressurarbeit auf, dass Lenny hinten nicht mehr richtig untertrat. Der Schub aus der Hinterhand, den ich von ihm kannte, war einfach weg. Beim Angaloppieren wirkte er auf der linken Hand klamm, fast als würde er hoppeln, und das Versammeln, das ihm früher leichtgefallen war, kostete ihn sichtlich Mühe.
Ich habe es zuerst auf vieles geschoben: das nasskalte Wetter, eine verspannte Muskulatur, vielleicht den Sattel. Meine Reitlehrerin war es, die irgendwann sagte, ich solle das vom Tierarzt anschauen lassen – ihr falle schon länger auf, dass er hinten ungleichmäßig laufe. Eine echte Lahmheit konnte ich wirklich nicht erkennen, und genau das ist im Nachhinein typisch.
Was ein Fesselträgerschaden beim Pferd eigentlich ist – und warum die Diagnose so lange dauerte
Vorher hätte ich nur ungefähr sagen können, wo der Fesselträger überhaupt sitzt. Heute weiß ich es ziemlich genau: Der Fesselträger ist ein kräftiges Band auf der Rückseite des Röhrbeins, das sich weiter unten in zwei Schenkel aufteilt und an den Gleichbeinen ansetzt. Er gehört zum Aufhängeapparat des Pferdebeins und fängt bei jedem Schritt einen großen Teil der Last ab, wenn das Bein auffußt. Man kann ihn sich als eine Art Stoßdämpfer vorstellen, der dauerhaft unter Spannung steht.
Wenn dieser Bereich überlastet wird oder kleine Faserschäden bekommt, spricht man von einer Fesselträgererkrankung oder Fesselträgerentzündung. Das kann akut passieren, entwickelt sich an den Hinterbeinen aber oft schleichend über Wochen und Monate. Genau hier liegt das Problem: Während ein Schaden vorn häufig deutlich sichtbar wird, ist der Ursprung des Fesselträgers am Hinterbein tief und schwer zu ertasten. Eine eindeutige Lahmheit fehlt am Anfang oft – stattdessen merkt man nur, dass die Leistung nachlässt, dass das Pferd auf dem Zirkel anders läuft oder im Gelände an Schwung verliert. Bei meiner Recherche habe ich gelesen, dass gerade Fesselträgerschäden an der Hinterhand zu den Diagnosen gehören, die am häufigsten zu spät erkannt werden, und das deckte sich genau mit unserer Erfahrung.
Meine Tierärztin ist die Sache dann gründlich angegangen. Zuerst hat sie Lenny auf hartem und auf weichem Boden longiert und Beugeproben gemacht. Auf dem Zirkel auf hartem Boden war die Ungleichmäßigkeit hinten tatsächlich zu erahnen. Um den Bereich einzugrenzen, hat sie mit diagnostischen Anästhesien gearbeitet, also nacheinander einzelne Abschnitte des Beins betäubt, um zu sehen, wann die Bewegung besser wird. Das hat schließlich auf den Fesselträgerursprung hingewiesen. Den endgültigen Befund brachte der Ultraschall, auf dem ich selbst sehen konnte, dass die Struktur an der betroffenen Stelle nicht so gleichmäßig war, wie sie sein sollte. So unangenehm dieser Moment war – ich war auch erleichtert, weil das, was ich seit Monaten gespürt hatte, endlich einen Namen hatte.
Was wir alles verändert haben – und warum das Futter nur ein Baustein war
Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Ein einzelnes Wundermittel gibt es nicht. Was Lenny geholfen hat, war die Summe aus vielen Dingen über viele Monate.
An erster Stelle stand ein kontrolliertes Bewegungsprogramm, das meine Tierärztin vorgegeben hat. Wir haben mit reinem Schrittführen angefangen, anfangs nur wenige Minuten, und die Belastung dann ganz langsam und in festen Schritten gesteigert. Diese Geduld war für mich das Schwerste – man möchte ja, dass es vorangeht, aber gerade beim Fesselträger kann jede zu frühe Steigerung den Heilungsverlauf zurückwerfen. Trab und später Galopp kamen erst nach Wochen wieder dazu, immer abgestimmt auf die Ultraschall-Kontrollen.
Daneben haben wir auf den Boden geachtet. Tiefer, matschiger Untergrund belastet den Fesselträger besonders stark, also habe ich beim Reiten und Longieren sehr genau ausgesucht, wo wir arbeiten. Mit meinem Hufschmied habe ich den Beschlag besprochen; er hat den Huf so angepasst, dass die belastete Struktur entlastet wurde. Dazu kamen auf Empfehlung der Tierärztin einige Sitzungen Stoßwellentherapie und regelmäßige Physiotherapie, weil sich durch die monatelange Schonhaltung auch Lennys Rücken verspannt hatte.
Und natürlich habe ich mir Gedanken über die Fütterung gemacht. Ich wollte Sehnen und Bindegewebe von innen unterstützen, so gut das eben geht.
Wo die nuvallo move Snacks bei uns dazukamen
Beim Lesen über Sehnen und Bänder bin ich immer wieder auf dieselben Stoffe gestoßen, vor allem auf MSM und Kollagen. Eine Bekannte aus meinem Stall, deren Stute einen Sehnenschaden hinter sich hatte, hat mir dann nuvallo move empfohlen. Sie meinte, das Einzige, was bei ihr funktioniert habe, sei etwas gewesen, das ihr Pferd überhaupt freiwillig frisst.
Genau dieses Problem hatte ich auch. Ich hatte vorher schon ein Gelenkpulver ausprobiert, und Lenny hat es konsequent aussortiert – am Ende lag das meiste als Rest unten in der Krippe, während er den Rest vom Mash sauber ausgefressen hatte. Auch in einer halben Banane versteckt hat er es eher misstrauisch beäugt. Bei nuvallo move ist das anders, weil es kein Pulver ist, sondern ein Snack, den ich ihm direkt aus der Hand gebe. Kein Abwiegen, kein Stauben, und vor allem keine Reste mehr, die unten in der Krippe liegen bleiben.
Was für unsere Situation wichtig war: nuvallo move liefert pro Tagesration genau die Bausteine, die bei Sehnen und Bändern oft genannt werden – MSM und Kollagen, dazu Glucosamin und Hyaluronsäure. Lenny bekommt als rund 600 Kilo schwerer Wallach sieben Snacks am Tag; für ein durchschnittliches 500-Kilo-Pferd sind es sechs. Die Basis kommt ohne Weizen und Mais aus, mit Leinkuchen, Reiskleie und Leinsamen, was ich bei einem eher empfindlichen Magen angenehm finde. Und weil Lenny nach der Reha wieder auf Turniere sollte, war für mich entscheidend, dass die Snacks ADMR-konform und ohne Karenzzeit einsetzbar sind.
Über die Wochen ist das Füttern zu einem festen, unkomplizierten Ritual geworden. Ehrlich gesagt kann ich nicht sauber trennen, welcher Teil unseres Programms welchen Anteil hatte – der ganze Weg hat zusammengewirkt. Was ich sagen kann: Lenny ist wieder mit Freude bei der Arbeit, und ich habe das Gefühl, dass er sich heute geschmeidiger bewegt als in der schwierigsten Phase. Steif wirkt er morgens nicht mehr.
Was ich heute einer Besitzerin mit dem gleichen Verdacht raten würde
Wenn mich jemand fragt, deren Pferd hinten „irgendwie nicht rund" läuft, sage ich immer dasselbe: Nimm es ernst, auch wenn keine deutliche Lahmheit zu sehen ist, und lass früh den Tierarzt darauf schauen. Je eher ein Fesselträgerschaden erkannt wird, desto gezielter kann man reagieren. Die Diagnose und das kontrollierte Bewegungsprogramm waren bei uns das Entscheidende, und das kann kein Ergänzungsfutter ersetzen.
Die nuvallo move Snacks waren für mich der Baustein, der den Alltag leichter gemacht hat: eine einfache Möglichkeit, Sehnen und Bindegewebe täglich von innen zu unterstützen, ohne tägliches Abwiegen und ohne Reste in der Krippe. Wer ein wählerisches Pferd hat und nach so einer Unterstützung sucht, kann sie meiner Meinung nach in Ruhe ausprobieren – am besten über mehrere Monate, denn schnelle Ergebnisse sollte man von keinem Ergänzungsfutter erwarten. Lenny und ich sind heute jedenfalls wieder dort, wo ich ihn vor anderthalb Jahren kaum noch vermutet hätte: zusammen auf dem Turnierplatz.