Schale beim Pferd: Meine Erfahrung mit Caspars Diagnose und unserem Weg zurück in die Bewegung
Als unser Tierarzt im vergangenen Herbst das Röntgenbild hochhielt und das Wort „Schale" aussprach, musste ich erst einmal nachfragen, was das eigentlich bedeutet. Caspar, mein 16-jähriger Wallach, war über mehrere Wochen immer wieder klamm gelaufen – vor allem auf hartem Boden. Ich habe damals lange nach einer ehrlichen Erfahrung mit Schale beim Pferd gesucht und kaum etwas gefunden, das mir wirklich weitergeholfen hat. Deshalb schreibe ich heute, gut anderthalb Jahre später, in Ruhe auf, wie es bei uns gelaufen ist: von den ersten Anzeichen über die Diagnose bis zu dem, was uns im Alltag tatsächlich geholfen hat.
Die ersten Anzeichen, die ich zu lange auf das Alter geschoben habe
Es begann im Spätsommer, der Boden war hart und trocken. Caspar lief die ersten Minuten beim Antraben etwas steif, lockerte sich dann aber – also redete ich mir ein, das sei eben das Alter. Bis er an einem Morgen deutlich lahm aus der Box kam. Im Trab war es klar zu sehen, besonders nach einer Nacht im Stehen. Sobald er sich bewegt hatte, wurde es besser, nach harter Arbeit dann wieder schlechter. An der Fessel war eine leichte Wärme zu spüren, später kam eine kleine Verdickung an der Krone dazu.
Dieses Hin und Her hat mich wirklich beunruhigt. Mal dachte ich, es sei nichts Ernstes, mal hatte ich große Angst, dass etwas Bleibendes dahintersteckt. Irgendwann habe ich den Tierarzt geholt, statt weiter abzuwarten – und im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich damit so lange gewartet habe.
Was die Diagnose Schale eigentlich bedeutet
Mein Tierarzt hat mir das in Ruhe erklärt, und ich gebe es so wieder, wie ich es verstanden habe – jedes Pferd ist anders, und das ersetzt kein Gespräch mit dem eigenen Tierarzt. Bei einer Schale bilden sich knöcherne Zubildungen im Bereich des Kron- oder Hufgelenks, also eine Form von Arthrose im unteren Bein. Sie entsteht oft über Jahre durch Belastung, manchmal durch die Stellung, manchmal nach einer alten Verletzung. Harter Boden macht es nicht leichter.
Ein Punkt war für mich besonders wichtig: Es macht einen großen Unterschied, ob das Gelenk selbst betroffen ist oder ob die Zubildungen daneben liegen. Das beeinflusst, wie die Aussichten sind. Ehrlich ist auch, dass die knöchernen Veränderungen nicht einfach wieder verschwinden – eine schnelle Lösung gibt es nicht. Aber viele Pferde lassen sich gut begleiten und bleiben in leichter Arbeit, wenn die akute, entzündliche Phase erst einmal zur Ruhe kommt. Festgestellt wurde es bei uns über eine Lahmheitsuntersuchung, Beugeproben und Röntgenbilder.
Beschlag, Boden und tägliche Bewegung – was wir umgestellt haben
Das Wichtigste vorweg: An der Fütterung allein lag es nicht, und an ihr allein hat es sich auch nicht entschieden. Den größten Teil der Arbeit haben bei uns der Hufschmied und ein verändertes Bewegungskonzept übernommen.
Der Hufschmied hat den Beschlag angepasst, damit das Abrollen leichter fällt und das Bein besser unterstützt wird. Seitdem halten wir kürzere Beschlagintervalle ein. Beim Training habe ich die langen, harten Einheiten gestrichen – stattdessen mehr Schritt, ruhige Ausritte auf gutem Boden und ein gründliches Aufwärmen. Mein Tierarzt hatte mir erklärt, dass regelmäßige, kontrollierte Bewegung in unserem Fall besser ist als Boxenruhe. In der akuten Phase haben wir zusätzlich entzündungshemmend gearbeitet, eng vom Tierarzt begleitet. Und ich achte seitdem konsequent auf Caspars Gewicht, damit die Gelenke weniger zu tragen haben. Das alles braucht Geduld, und genau die hat mir am Anfang am meisten gefehlt.
Wie nuvallo move bei uns dazukam
Eine Stallkollegin, deren ältere Stute etwas Ähnliches hatte, fütterte täglich die nuvallo move Snacks und hat sie mir empfohlen. Ich hatte mich ohnehin schon durch das Thema gelesen und war bei den üblichen Inhaltsstoffen gelandet: Glucosamin, Kollagen, MSM und Hyaluronsäure.
Vorher hatte ich es mit einem Gelenkpulver versucht – das war bei uns aussichtslos. Caspar hat es im Trog nach unten geschoben und ringsum gefressen, die Hälfte blieb am Boden liegen. Und was er nicht frisst, kann auch nichts bewirken. Genau das war für mich der entscheidende Punkt: nuvallo move gebe ich direkt aus der Hand, sechs Snacks am Tag (etwa 30 g für ein Pferd in seiner Größe), ohne Abwiegen und ohne staubiges Pulver. Er nimmt sie ohne Zögern direkt aus der Hand.
Was für unsere Situation gut gepasst hat: Die Basis kommt ohne Weizen und Mais aus – mit Leinkuchen, Reiskleie und Leinsamen –, was ich bei einem empfindlichen Magen angenehm finde. Außerdem ist das Ganze ADMR-konform und ohne Karenzzeit einsetzbar; wir gehen zwar kaum noch auf Turniere, aber gut zu wissen. In den ersten Wochen habe ich nach der Empfehlung die doppelte Menge gefüttert und bin danach auf die normale Tagesration zurückgegangen. Gegeben habe ich es dann konsequent über mehrere Monate, weil so ein Snack ohnehin Zeit braucht – die Rede ist von acht bis zwölf Wochen.
Wie es bei uns heute läuft
Über die Wochen hatte ich das Gefühl, dass Caspar weniger steif in die Einheiten startet. Morgens kommt er für meinen Eindruck williger aus der Box und bewegt sich freier. Ich bin da bewusst vorsichtig: Den entscheidenden Anteil hatten der angepasste Beschlag und die kontrollierte Bewegung, und ich kann ehrlicherweise nur beschreiben, was ich bei ihm sehe.
Wenn bei deinem Pferd gerade eine Schale festgestellt wurde, ist mein ehrlicher Rat: Nimm Tierarzt und Hufschmied zuerst ernst, gib der Sache Zeit und rechne nicht mit einer schnellen Lösung. Für den täglichen Ablauf haben die nuvallo move Snacks bei uns vor allem eine Sache leichter gemacht – Caspar frisst sie zuverlässig, jeden Tag, ohne dass ich ihn überreden muss. Für mich war das der Unterschied zwischen einem Mittel, das im Trog liegen bleibt, und einem, das mein Pferd auch wirklich bekommt. Wenn das Füttern von Pulver bei euch ebenfalls jeden Tag schwierig ist, würde ich sie an deiner Stelle einfach einmal antesten.