Kissing Spines beim Pferd – meine Erfahrung: von der Diagnose bis zurück in den Sattel
Als die Tierärztin mir die Röntgenbilder von Caspars Rücken zeigte und zum ersten Mal das Wort „Kissing Spines" aussprach, hatte ich keine richtige Vorstellung davon, was das für uns bedeuten würde. In den Wochen danach habe ich abends im Netz wirklich jede Kissing Spines Pferd Erfahrung gelesen, die ich finden konnte. Ich wollte verstehen, was auf uns zukommt, und von Menschen lesen, die das schon hinter sich hatten. Genau deshalb schreibe ich jetzt unsere eigene Geschichte auf – ehrlich, mit allem, was gut lief und was ich heute anders machen würde.
Vorweg ein wichtiger Hinweis: Kissing Spines ist eine ernsthafte Diagnose – sie gehört geröntgt und tierärztlich begleitet. Was ich hier erzähle, ist meine persönliche Erfahrung mit einem einzelnen Pferd und kein Ersatz für die Untersuchung und Begleitung durch deine Tierärztin.
Wie unsere Kissing Spines Erfahrung begann: die ersten Anzeichen bei Caspar
Caspar ist ein 13-jähriger Hannoveraner Wallach, mit dem ich auf Hobby-Niveau Dressur reite. Über Jahre war er absolut verlässlich. Im Lauf eines Winters veränderte sich das langsam. Beim Satteln wurde er empfindlich, legte die Ohren an und drehte den Kopf zu mir. Unter dem Sattel war er nach dem Aufwärmen oft verspannt, und beim Angaloppieren buckelte er immer wieder. Er ging nicht mehr richtig über den Rücken, schlug mit dem Schweif und wirkte insgesamt unzufrieden.
Ehrlich gesagt habe ich die Zeichen zuerst falsch gedeutet. Ich dachte an die kalte Jahreszeit, an schlechte Tage, an seine Laune. Eine Zeit lang habe ich sogar überlegt, ob er einfach nur stur geworden ist. Der Sattler kam, passte den Sattel an, und für ein paar Wochen war es etwas besser – dann kam alles zurück. Erst als Caspar auch beim Putzen am Rücken zusammenzuckte, wurde mir klar, dass das kein Laune-Problem ist, sondern Schmerz. Diesen Punkt nicht früher ernst genommen zu haben, ist das Einzige, was ich rückblickend wirklich bereue.
Was Kissing Spines beim Pferd eigentlich bedeutet
Meine Tierärztin hat es mir in Ruhe erklärt, und ich versuche, es so wiederzugeben, wie ich es verstanden habe. Entlang der Wirbelsäule sitzen die sogenannten Dornfortsätze. Bei Kissing Spines stehen diese Fortsätze – vor allem im Bereich unter dem Sattel – zu eng beieinander oder berühren sich. Daher kommt der Name: Die Dornfortsätze „küssen" sich. Das kann Druck und Schmerzen verursachen, gerade dann, wenn das Pferd den Rücken unter dem Reitergewicht aufwölben soll.
Diagnostiziert wird das über das Röntgen. Meine Tierärztin hat zusätzlich den Rücken abgetastet und mithilfe einer örtlichen Betäubung geprüft, ob der Schmerz wirklich aus dieser Region kommt. Wichtig fand ich einen Satz von ihr: Nicht jedes Pferd mit auffälligem Röntgenbild zeigt auch Beschwerden, und die Ausprägung reicht von mild bis deutlich. Ein Befund allein ist also noch keine ganze Geschichte – es kommt darauf an, ob das Pferd Schmerzen hat und wie es im Alltag läuft. Mir hat das geholfen, nicht sofort vom Schlimmsten auszugehen, die Sache aber trotzdem ernst zu nehmen. Es ist eben ein Rückenthema und kein kleines Wehwehchen.
Was wir alles verändert haben – nicht nur die Fütterung
Das war für mich die wichtigste Erkenntnis: Bei Kissing Spines gibt es nicht die eine Lösung. Was bei uns geholfen hat, war eine Kombination aus mehreren Maßnahmen, die wir gemeinsam mit Tierärztin und Physiotherapeutin abgestimmt haben.
Den medizinischen Teil hat meine Tierärztin übernommen und den betroffenen Bereich gezielt behandelt. Parallel dazu wurde der Sattel noch einmal gründlich überprüft, denn ein passender Sattel ist bei diesem Thema entscheidend. Eine Pferdephysiotherapeutin hat Caspar regelmäßig behandelt und mir Übungen für zwischendurch gezeigt.
Der größte Teil der Arbeit lag aber im Training – und der ist langwierig. Das Ziel war, die Rückenmuskulatur so aufzubauen, dass mehr Platz zwischen den Dornfortsätzen entsteht und Caspar seinen Rücken wieder tragen kann. Wir haben sehr viel in Dehnungshaltung gearbeitet, also vorwärts-abwärts, damit er den Rücken aufwölbt. Dazu kamen Bodenarbeit, Stangen- und Cavaletti-Arbeit, Longieren in korrekter Haltung und immer wieder Arbeit bergauf am Hang. Reiten stand am Anfang fast gar nicht auf dem Plan; ich bin viel mit ihm spazieren gegangen und habe ihm so viel freie Bewegung auf der Koppel ermöglicht, wie es ging. Das alles ging nur langsam und mit sehr viel Geduld. Es gab gute und weniger gute Tage, und ich musste lernen, in Wochen und Monaten zu denken statt in einzelnen Trainingseinheiten.
Wie nuvallo move in Caspars Alltag kam
Während dieser intensiven Aufbauphase wollte ich Caspar zusätzlich von innen unterstützen. Mir war klar: Wenn er jetzt seinen ganzen Körper neu trainiert, sind Gelenke, Sehnen und Bindegewebe ordentlich gefordert. Ich habe zuerst ein klassisches Gelenkpulver probiert – und bin damit gescheitert. Caspar hat das Pulver konsequent aussortiert, am Boden des Trogs blieb jedes Mal ein Rest übrig, und er fraß einfach drumherum. Genau das ist das Grundproblem bei solchen Mitteln: Was nicht gefressen wird, kann auch nicht unterstützen.
Meine Physiotherapeutin hat mir dann die nuvallo move Snacks empfohlen. Überzeugt hat mich zuerst das ganz Praktische, nämlich dass Caspar sie tatsächlich frisst – direkt aus der Hand, ohne Abwiegen und ohne staubiges Pulver. Eine Tagesration sind bei einem rund 500 Kilo schweren Pferd sechs Snacks, also etwa 30 Gramm. Darin stecken unter anderem Glucosamin, MSM, Kollagen und Hyaluronsäure, also genau die Bausteine, die rund um Gelenke und Sehnen eine Rolle spielen. Die Basis besteht aus Leinkuchen, Reiskleie und Leinsamen und kommt ohne Weizen und Mais aus – das war mir wichtig, weil Caspar in der stressigen Phase auch am Magen etwas empfindlich war. Praktisch fand ich außerdem, dass die Snacks ADMR-konform sind und keine Karenzzeit haben, denn insgeheim hatte ich ja das Ziel, irgendwann wieder auf ein Turnier zu fahren. Seitdem gehören die Snacks fest zu unserer täglichen Routine, und ich musste mir nie wieder Gedanken machen, ob die Unterstützung am Ende auch wirklich im Pferd ankommt.
Wie es uns heute geht – und mein ehrlicher Rat an dich
Über die Wochen und Monate habe ich gemerkt, dass Caspar lockerer wurde. Er lässt sich heute wieder entspannt satteln, und morgens wirkt er weniger steif als noch zu Beginn. Ich habe das Gefühl, dass er sich insgesamt geschmeidiger und mit mehr Freude bewegt. Den größten Anteil daran haben für mich ganz klar die geduldige Trainingsarbeit, die Behandlung durch die Tierärztin, der passende Sattel und die Physiotherapie. Die nuvallo move Snacks waren in dieser Zeit ein Baustein, bei dem ich vor allem froh war, dass Caspar ihn problemlos annimmt.
Was ich dir mitgeben möchte, wenn du gerade selbst an diesem Punkt stehst: Nimm die ersten Anzeichen ernst und lass früh röntgen, statt das Verhalten als Sturheit abzutun. Kissing Spines verschwindet nicht von allein, und es bleibt ein Thema, an dem man dranbleiben muss – wir halten Training und Bewegung bis heute konsequent aufrecht. Und falls dein Pferd, so wie Caspar, in einer fordernden Phase steckt und du Gelenke und Sehnen begleiten möchtest, dein Pferd dir aber bisher jedes Pulver verweigert hat, dann waren die nuvallo move Snacks für uns die Variante, die nicht im Trog liegen bleibt. Sinnvoll ist so eine Unterstützung ohnehin nur über einen längeren Zeitraum von mindestens acht bis zwölf Wochen – Geduld ist bei diesem ganzen Thema sowieso das Allerwichtigste. Wenn dich die Akzeptanz bisher genauso frustriert hat wie mich, lohnt es sich aus meiner Sicht, sie einmal anzutesten.