Pferd läuft klamm: Ursachen verstehen und was du tun kannst
Du steigst auf, nimmst die Zügel auf, gehst die ersten Schritte an – und spürst sofort: Heute geht da nicht viel. Die Hinterhand tritt nicht richtig unter, der Rücken bleibt fest, und die ersten zehn, fünfzehn Minuten fühlen sich zäh an, fast als müsste sich erst alles einlaufen. Dein Pferd lahmt nicht, es läuft einfach „klamm". Und während du im Sattel sitzt, geht das Gedankenkarussell los: Liegt es am kalten Wetter, am tiefen Boden, am Sattel? Oder melden sich die Gelenke?
Eines vorweg, ganz ehrlich: Ein klammes Pferd füttert man nicht einfach locker. „Klamm" ist ein Symptom, kein Mangel, den ein Snack behebt. Aber das ist nur die halbe Wahrheit – und die schönere Hälfte lautet: Die Strukturen, die für geschmeidige, runde Bewegung sorgen, kannst du im Alltag sehr wohl gezielt unterstützen. In diesem Artikel bekommst du beides: eine verständliche Einordnung, woher klammes Laufen kommt und wann du genauer hinschauen solltest – und einen ehrlichen, zuversichtlichen Blick darauf, was Fütterung, Bewegung und gute Haltung gemeinsam leisten können.
Was „klamm" eigentlich bedeutet – und woran du es erkennst
„Klamm", „klemmig", „fühlig", „unrund" – im Stall werden diese Wörter oft durcheinander benutzt, und gemeint ist meist dasselbe Gefühl: Das Pferd bewegt sich nicht frei und losgelassen, sondern verhalten und steif. Typisch ist, dass es sich in der Lösephase deutlich bessert. Viele Pferde brauchen schlicht ihre Zeit, bis Muskulatur, Sehnen und Gelenke „auf Betriebstemperatur" sind – ähnlich wie wir morgens auch nicht sofort sprintbereit aus dem Bett kommen.
Daran erkennst du klammes Laufen im Alltag:
- Die ersten Minuten wirken zäh, das Pferd „kommt nicht in Gang".
- Die Hinterhand tritt verkürzt unter, der Rücken schwingt erst spät los.
- Kleine Taktunreinheiten zu Beginn, die sich mit der Bewegung geben.
- Auf hartem Boden oder in Wendungen vorsichtigere, kürzere Tritte.
Harmlos oder ein Fall für den Tierarzt?
Die gute Nachricht zuerst: Die allermeisten Pferde, die zu Beginn etwas klamm laufen und sich dann „warm laufen", sind unproblematisch. Gerade bei kühlem Wetter, nach einer Nacht in der Box oder bei älteren Pferden ist eine kurze Anlaufphase völlig normal.
Hellhörig werden solltest du, wenn klammes Laufen zu einem der folgenden Punkte passt – dann gehört dein Pferd zuerst dem Tierarzt oder Hufschmied vorgestellt, bevor du an der Fütterung etwas änderst:
- Die Steifheit läuft sich nicht warm oder wird im Verlauf sogar schlimmer.
- Es zeigt sich eine deutliche oder plötzliche Lahmheit.
- Ein Gelenk oder Huf ist warm, geschwollen oder schmerzhaft bei Berührung.
- Du fühlst eine verstärkte Pulsation am Huf (möglicher Hinweis auf die Hufe).
- Das Pferd läuft vor allem vorne klamm, zeigt Wendeschmerz oder geht in engen Wendungen taktunrein.
- Es will sich kaum bewegen oder wirkt plötzlich im Wesen verändert.
Das ist keine Panikliste, sondern eine Orientierung. Wer diese Signale kennt, kann ruhig und souverän entscheiden, wann ein Profi draufschauen sollte – und genau das gibt Sicherheit.
Die häufigsten Ursachen, wenn ein Pferd klamm läuft
Klammes Laufen hat selten nur einen Auslöser. Diese Bereiche lohnt es sich anzuschauen:
- Die Hufe. Hufbalance, Bearbeitungsintervall und Beschlag wirken sich direkt auf das Gangbild aus. Eine unpassende Hufsituation überträgt sich auf den ganzen Bewegungsapparat.
- Die Gelenke. Mit Alter und Belastung verändert sich der Gelenkstoffwechsel. Eine kurze Anlaufsteifigkeit, die sich warm läuft, ist hier ein sehr häufiges Bild.
- Muskulatur, Rücken und Sattel. Verspannungen und ein nicht (mehr) passender Sattel führen zu einer Schonhaltung – das Pferd hält sich fest.
- Kälte und Bewegungsmangel. Nach langem Stehen oder bei niedrigen Temperaturen ist die Anlaufphase länger. Viel freie Bewegung wirkt hier Wunder.
- Der Boden. Tiefer oder sehr harter Boden fordert Sehnen, Bänder und Gelenke stärker.
Die gute Nachricht steckt mitten in dieser Liste: Die häufigste Form von klammem, steifem Laufen hängt mit Alltag und Belastung zusammen – und genau die Strukturen, die dabei arbeiten (Gelenke, Knorpel, Sehnen, Bänder), kannst du gezielt unterstützen. Bewegung, gute Haltung und eine durchdachte Gelenkpflege über das Futter ergänzen sich dabei ideal. Schauen wir uns also an, welche Bausteine dabei eine echte Rolle spielen.
Die Wirkstoffe – und was die Forschung zeigt
Vier Nährstoffe tauchen rund um das Thema Gelenke und Sehnen immer wieder auf. Hier kommt jeder einzeln dran – mit seinem Nutzen zuerst und einem belegbaren Studienhinweis dazu.
Glucosamin – Baustein für den Knorpel
Glucosamin ist ein körpereigener Baustein des Gelenkknorpels und damit Teil der natürlichen Stoßdämpfung im Gelenk. In einer Laborstudie mit Knorpel- und Gelenkzellen vom Pferd zeigte sich, dass Glucosamin in gelenknahen Konzentrationen die Aktivität dieser Zellen positiv beeinflussen kann (Byron et al., 2008). Das ist eine Zellstudie, kein Reittest – aber ein guter Hinweis darauf, dass Glucosamin am richtigen Ort ansetzt: direkt am Knorpelstoffwechsel.
Kollagen – das Strukturprotein für Bindegewebe
Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein im Körper und gibt Knorpel, Sehnen und Bändern Elastizität und Stabilität. In einer 24-wöchigen Studie mit sportlich aktiven Erwachsenen mit belastungsbedingten Gelenkbeschwerden verbesserte die tägliche Gabe von Kollagenhydrolysat die Gelenkbeweglichkeit und das Wohlbefinden (Clark et al., 2008). Diese Studie wurde am Menschen durchgeführt – die strukturelle Rolle von Kollagen im Bindegewebe ist über die Arten hinweg jedoch dieselbe, und genau diese Rolle macht es als Baustein so interessant.
MSM – organischer Schwefel für die Regeneration
MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine natürliche Schwefelverbindung und für die Regeneration von Sehnen und Bändern wichtig; Schwefel ist außerdem an antioxidativen Prozessen beteiligt. In einer Studie mit 24 Springpferden, die über sechs Wochen MSM erhielten (rund 8 mg pro kg Körpergewicht täglich), zeigten sich nach dem Springen günstigere Werte beim belastungsbedingten oxidativen Stress, unter anderem ein höherer Glutathionspiegel (Marañón et al., 2008). Übersetzt heißt das: Die körpereigene Abwehr gegen belastungsbedingte Zellbelastung wurde unterstützt.
Hyaluronsäure – Teil der Gelenkschmiere
Hyaluronsäure ist ein Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia) und sorgt dafür, dass Bewegungen geschmeidig ablaufen – das „Schmiermittel" des Gelenks. Die Forschung zu oral gefütterter Hyaluronsäure entwickelt sich noch, aber es gibt ermutigende Daten vom Pferd: In einer Untersuchung an 48 jungen Pferden nach einer Sprunggelenks-Operation hatten die Tiere, die ein orales Hyaluron-Gel bekamen, anschließend weniger Gelenkschwellung als die Kontrollgruppe (Bergin et al., 2006).
Eine kurze, ehrliche Einordnung an dieser Stelle – und nur diese eine: Das sind echte, biologisch gut begründete Bausteine gesunder Gelenke, und sie entfalten ihren Wert am besten als Teil eines guten Gesamtbildes aus Bewegung, Haltung und Fütterung. Das Symptom „klamm" selbst wird dadurch nicht behandelt – wohl aber werden die Strukturen unterstützt, die für runde, geschmeidige Bewegung sorgen.
Dosierung und Praxis
In Studien werden Wirkstoffe oft einzeln und teils in hohen Mengen eingesetzt – das ist sinnvoll, um einen einzelnen Stoff sauber zu untersuchen. Im Alltag sieht eine gute Versorgung anders aus: Mehrere aufeinander abgestimmte Bausteine ergänzen sich, sodass es nicht auf eine extreme Einzeldosis ankommt, sondern auf das stimmige Zusammenspiel (mehr dazu im nächsten Abschnitt).
Für die Praxis hat sich diese Aufteilung bewährt: eine tägliche Erhaltungsration für die kontinuierliche Unterstützung und – bei Bedarf, etwa in der ersten Phase – eine höhere Anfangsmenge, um die Speicher zu füllen. Bei nuvallo move sind das 6 Snacks täglich (ca. 30 g) für ein rund 500 kg schweres Pferd; leichtere Pferde bekommen etwas weniger (4–5 Snacks), schwerere etwas mehr (7–8 Snacks), Ponys entsprechend weniger. In einer akuten Phase fütterst du in den ersten zwei bis drei Wochen die doppelte Menge und gehst danach auf die normale Tagesration zurück.
Ein Wort zur Transparenz, und zwar als Pluspunkt: Bei Futtermitteln ist es nicht vorgeschrieben, die Wirkstoffmenge pro Tagesration auszuweisen (EU-Verordnung 767/2009). Viele Hersteller tun es deshalb nicht. Wenn ein Produkt klar angibt, wie viel von jedem Baustein im Napf landet, ist das ein gutes Zeichen – du weißt genau, was du fütterst.
Und die wohl wichtigste gute Nachricht für die Praxis: Gönn der Sache Zeit. Für ein stabiles Bild fütterst du mindestens 8 bis 12 Wochen konsequent; erste positive Veränderungen beobachten viele schon nach 4 bis 6 Wochen. Kontinuierliche Pflege zahlt sich aus.
Warum die Kombination mehr ist als die Summe ihrer Teile
Das Spannende an diesen vier Bausteinen ist, dass sie an unterschiedlichen Stellen ansetzen. Eine Tagesration nuvallo move (6 Snacks) liefert:
- Glucosamin (1.500 mg) – setzt am Knorpel und der Stoßdämpfung an.
- Kollagen (2.550 mg) – unterstützt Struktur und Elastizität von Bindegewebe und Knorpel.
- MSM (2.250 mg) – für die Regeneration von Sehnen und Bändern, mit antioxidativem Bezug.
- Hyaluronsäure (150 mg) – Baustein der Gelenkschmiere für geschmeidige Bewegung.
Statt also alles auf einen einzigen Stoff zu setzen, deckt eine durchdachte Kombination mehrere Bereiche gleichzeitig ab. Einen positiven Hinweis darauf, dass dieser Kombinationsansatz im Alltag etwas bringen kann, liefert eine randomisierte, verblindete Crossover-Studie an 24 Pferden mit natürlicher Lahmheit: Ein orales Kombinations-Gelenkpräparat war hier – jeweils 21 Tage gefüttert – mit besseren Bewegungs- und Lahmheitsbewertungen sowie mit einer besseren Beurteilung von Beweglichkeit und Muskeltonus verbunden als das Placebo (Murray et al., 2017). Die Studie testete ein anderes Produkt mit anderer Rezeptur – als Beleg dafür, dass ein gut zusammengestelltes Kombipräparat seinen Sinn hat, ist sie aber ein ermutigendes Signal.
Das Fazit für die Rezeptur: Ein gut abgestimmtes Kombinationsprodukt braucht keine extremen Einzeldosierungen – genau dafür ist nuvallo move gemacht.
Die größte Herausforderung im Stallalltag: die Fütterung
Jetzt kommt der Punkt, an dem in der Praxis die meisten guten Vorsätze scheitern – und das hat nichts mit dem Wirkstoff zu tun, sondern mit dem Napf.
Wer schon einmal Gelenkpulver gefüttert hat, kennt das: Das Pulver staubt, es verändert Geruch und Geschmack des Futters, und gerade MSM schmeckt vielen Pferden bitter. Das Ergebnis ist oft frustrierend. Manche Pferde sortieren das Pulver regelrecht aus und fressen fein säuberlich drum herum; bei anderen bleibt am Ende ein feuchter Rest am Trogboden kleben. Die üblichen Tricks – langsam anfüttern, anfeuchten, ins Mash mischen, in Apfel oder Banane verstecken, unter Rübenschnitzel rühren – funktionieren bei dem einen Pferd gut und beim nächsten gar nicht. Und selbst wenn dein Pferd anfangs frisst, bleibt die Frage: Bekommt es wirklich jeden Tag die volle Menge? Abends am Trog zu stehen und sich zu fragen, ob das teure Supplement gerade im Eimer versickert, ist genau die Unsicherheit, die niemand will.
Aus genau dieser Erfahrung – mit den eigenen Pferden und im Austausch mit hunderten Pferdebesitzerinnen und -besitzern – ist nuvallo entstanden. Die entscheidende Frage war dabei nicht „Wie machen wir ein noch besseres Pulver?", sondern: „Wie stellen wir sicher, dass jedes Pferd zuverlässig die volle Menge aufnimmt – und sich auch noch darüber freut?" Die Antwort sind die nuvallo move Snacks: ein funktionaler Gelenksnack, den du einfach aus der Hand fütterst. Die Basis aus Leinkuchen, Reiskleie und Leinsamen ist magenfreundlich und kommt ohne Weizen und Mais aus. Jeder Snack enthält eine definierte Menge der Wirkstoffe – nichts lässt sich aussortieren, es gibt keinen Stress am Trog, und die Gabe wird zur Belohnung statt zum täglichen Kampf.
Und damit das klar ist: Wenn dein Pferd akut Probleme hat, gehört es zuerst in die Hände von Tierarzt oder Hufschmied – die nuvallo move Snacks sind die zuverlässige tägliche Unterstützung für die Gelenke und Sehnen danach und im Alltag. Denn am Ende ist das beste Supplement nicht das mit der längsten Zutatenliste oder dem höchsten Laborwert. Es ist das, das tatsächlich im Pferd ankommt.
Darauf kannst du dich verlassen
- ADMR-konform und ohne Karenzzeit – turniersicher einsetzbar.
- Ohne Zuckerzusatz.
- Hergestellt in Europa, in höchster Qualität.
- 30-Tage-Zufriedenheitsgarantie – nicht zufrieden, Geld zurück.
Wer hinter nuvallo steckt
Hinter nuvallo stecken Katja und Andrés. Mit über 20 Jahren praktischer Erfahrung im Reitsport wissen wir nur zu gut, wie wichtig geschmeidige, freudige Bewegung für unsere Pferde ist – und wie sehr es uns mitnimmt, wenn das Pferd morgens steif aus der Box kommt. In Gesprächen mit unzähligen Pferdebesitzern stellen wir immer wieder fest, dass es an verständlichen, ehrlichen Informationen fehlt – und genau deshalb schreiben wir diese Artikel.
Quellen & Studien
[1] Byron, C. R., Stewart, M. C., Stewart, A. A., Pondenis, H. C. (2008). Effects of clinically relevant concentrations of glucosamine on equine chondrocytes and synoviocytes in vitro. American Journal of Veterinary Research, 69(9), 1129–1134.
[2] Clark, K. L., et al. (2008). 24-Week study on the use of collagen hydrolysate as a dietary supplement in athletes with activity-related joint pain. Current Medical Research and Opinion, 24(5), 1485–1496. [zusammengefasst – Studie am Menschen]
[3] Marañón, G., Muñoz-Escassi, B., Manley, W., et al. (2008). The effect of methyl sulphonyl methane supplementation on biomarkers of oxidative stress in sport horses following jumping exercise. Acta Veterinaria Scandinavica, 50, 45. DOI: 10.1186/1751-0147-50-45.
[4] Bergin, B. J., Pierce, S. W., Bramlage, L. R., Stromberg, A. (2006). Oral hyaluronan gel reduces post operative tarsocrural effusion in the yearling Thoroughbred. Equine Veterinary Journal, 38(4), 375–378. DOI: 10.2746/042516406777749218.
[5] Murray, R. C., Walker, V. A., Tranquille, C. A., Spear, J., Adams, V. (2017). A randomized blinded crossover clinical trial to determine the effect of an oral joint supplement on equine limb kinematics, orthopedic, physiotherapy, and handler evaluation scores. Journal of Equine Veterinary Science, 50, 121–128.