Kaltblüter & Gewicht: Gelenkbelastung bei schweren Rassen – Mein Erfahrungsbericht
Wer einen Kaltblüter besitzt, kennt dieses ganz spezielle Gefühl: Wenn der Stallboden leicht vibriert, weil sich 800 Kilo pure Pferdestärke in Bewegung setzen. Ich liebe meinen „Kleinen“ (ein Rheinisch-Deutsches Kaltblut mit einem Stockmaß von 1,65 m und einem Herzen aus Gold) über alles. Seine Ruhe, seine Gelassenheit und dieser treue Blick sind unbezahlbar. Aber Hand aufs Herz: Mit dieser Masse kommt auch eine große Verantwortung, besonders wenn es um die Gelenke geht.
Wenn Masse auf Schwerkraft trifft
Das Thema Gewicht ist bei uns im Stall ein Dauerbrenner. Selbst wenn mein Dicker idealgewichtig ist und keine Rippen zu sehen, aber zu fühlen sind, schleppt er eine enorme Masse mit sich herum. Das ist einfach Physik. Bei jedem Schritt, jedem Trabtritt und jedem Sprung (ja, auch wir machen mal ein kleines Kavaletti!) wirken enorme Kräfte auf die Sehnen, Bänder und Gelenke.
Ich mache mir oft Sorgen darüber, wie lange seine Beine diese Belastung wohl gut mitmachen. Kaltblüter neigen ja ohnehin dazu, ihre Wehwehchen stoisch zu ertragen, bis gar nichts mehr geht. Mein Tierarzt hat mir schon früh geraten: „Warte nicht, bis er lahmt. Unterstütze den Bewegungsapparat prophylaktisch.“ Denn Arthrose oder Gelenkverschleiß sind bei diesen schweren Rassen leider keine Seltenheit, sondern fast schon vorprogrammiert, wenn man nicht aufpasst.
Der Kampf mit dem Pulver
Also tat ich, was wir alle tun: Ich kaufte Gelenkpulver. Dosenweise. Teures Zeug mit guten Inhaltsstoffen. Aber ich hatte die Rechnung ohne meinen Feinschmecker gemacht. Man sollte meinen, ein Kaltblut frisst alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Weit gefehlt!
Das Drama begann morgens bei der Fütterung. Ich habe das Pulver ins Müsli gemischt – er hat fein säuberlich drumherum gefressen. Der Trog war leer, bis auf einen kleinen, staubigen Hügel am Boden: das teure Gelenkpulver. Versuch zwei: Mash. Ich habe das Pulver untergerührt. Er hat einmal geschnuppert, die Oberlippe gekräuselt und den Eimer fast umgeworfen. Selbst der alte Trick, das Pulver in einem ausgehöhlten Apfel zu verstecken, funktionierte genau zweimal. Beim dritten Mal hat er den Apfel zerkaut und das Pulver einfach wieder ausgespuckt. Es war zum Verzweifeln. Was nützt das beste Mittel, wenn es nicht im Pferd landet?
Die Entdeckung: Nuvallo Move
In einem Forum für Kaltblut-Freunde stieß ich dann auf Nuvallo Move Snacks. Ich war skeptisch. Noch ein Ergänzungsfutter? Aber zwei Dinge machten mich neugierig: Erstens sind es keine Pulver oder Pellets, sondern funktionale Snacks, die man aus der Hand füttern kann. Zweitens sind sie getreidefrei auf Basis von Leinkuchen und Reiskleie. Da viele schwere Rassen ja auch stoffwechselempfindlich sind (Stichwort PSSM), achte ich sehr darauf, Weizen, Mais und Zucker zu vermeiden.
Die Inhaltsstoffe lasen sich genau wie das, was ich suchte: Glucosamin, Kollagen, MSM und Hyaluronsäure. Alles hochdosiert, aber eben in Snack-Form. Ich bestellte eine Packung, in der Hoffnung, dass ich dieses Mal nicht auf dem Zeug sitzen bleibe.
Der Snack-Vorteil: Endlich stressfrei füttern
Als die Tüte ankam, machte ich den Test. Ich ging auf die Koppel, rief meinen Dicken und hielt ihm einen Nuvallo Move Snack hin. Er schnupperte, nahm ihn – und kaute genüsslich. Kein Aussortieren, kein Staub, kein Gematsche im Trog. Ich hätte heulen können vor Erleichterung.
Da mein Pferd deutlich mehr wiegt als ein 500-kg-Warmblut, habe ich die Dosierung angepasst. Die Empfehlung liegt bei 6 Snacks täglich für ein Durchschnittspferd. Da wir eher in der 750-800 kg Klasse spielen, gebe ich ihm täglich 8 Snacks. Das ist das Geniale an der Form: Ich muss nichts abwiegen. Ich greife einfach in die Tüte, zähle ab und gebe sie ihm als Belohnung nach dem Putzen oder nach der Arbeit. Er denkt, er bekommt ein Leckerli, und ich weiß, dass er seine Gelenknährstoffe bekommt.
Unser Ergebnis nach drei Monaten
Ich füttere die Nuvallo Move Snacks nun seit gut 12 Wochen konsequent. Natürlich darf ich hier keine Heilversprechen machen und behaupten, dass alle seine Zipperlein weggezaubert sind. Aber ich kann euch sagen, was ich beobachte.
Mein Eindruck ist, dass er sich morgens, wenn er aus der Box kommt, schneller „einläuft“. Früher wirkte er auf den ersten Metern oft etwas staksig und steif, besonders wenn es nasskalt war. Jetzt habe ich das Gefühl, er ist von Anfang an lockerer und geschmeidiger in der Bewegung. Auch beim Hufegeben – was bei einem schweren Kaltblutbein echte Arbeit für uns beide ist – wirkt er kooperativer, als ob ihm das Anwinkeln der Gelenke weniger Mühe bereitet.
Er bewegt sich insgesamt mit mehr Freude. Wenn wir über die Felder galoppieren, wirkt er weniger „stampfend“ und irgendwie elastischer. Ob das nun am Kollagen oder am MSM liegt, kann ich nicht wissenschaftlich beweisen, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Unterstützung ankommt.
Übrigens: Da wir im Sommer gerne mal an Kaltblut-Wettbewerben oder kleinen Turnieren teilnehmen, ist es für mich wichtig, dass die Snacks ADMR-konform sind. Ich muss mir also keine Sorgen wegen Doping machen.
Fazit
Für Besitzer von schweren Rassen ist das Gewichtsmanagement und der Gelenkschutz das A und O. Wer, wie ich, ein Pferd hat, das Pülverchen und Säfte verweigert, für den sind die Nuvallo Move Snacks ein echter Gamechanger.
Es ist so entspannend zu wissen, dass die wichtigen Nährstoffe wirklich im Magen landen und nicht auf dem Stallboden verstauben. Mein Dicker liebt sie, er verträgt sie super (kein Blähbauch, glänzendes Fell dank der Leinsamen), und er läuft zufrieden. Mehr kann ich mir als Pferdebesitzerin nicht wünschen. Eine klare Empfehlung für alle „Heavy Weights“ da draußen!